Preisentwicklung von Erdgas
Die Preisexplosion auf dem Energiemarkt gibt Verbrauchern immer mehr Anlass zur Sorge. Das ist angesichts der Entwicklungen der letzten Monate auch nicht ganz unbegründet. Der hohe Ölpreis wirkt sich auf Strom- und Gaskosten aus – und nicht nur darauf: Wird das Öl teurer, erhöhen sich automatisch alle anderen Preise, sei es für Benzin, Lebensmittel oder Printmedien.
Ölpreisbindung
Mit dem Ölpreis steigt auch der Gaspreis. Schuld daran ist die Ölpreisbindung aus den sechziger Jahren. Damals diente sie der Investitionssicherung von Erdgas und der Förderung des Rohstoffes. Obwohl die Ölpreisbindung unter diesem Argument heutzutage nicht mehr zu rechtfertigen ist, beharrt die Energiewirtschaft auf der Preisbindung. Sie beruft sich dabei auch auf den hart umkämpften Markt und gibt an, dass nur so eine sichere Erdgasversorgung für die Kunden zu gewährleisten wäre.
Viele Politiker und Energieexperten sprechen sich allerdings gegen ein Fortbestehen der Ölpreisbindung aus wollen die Rechtmäßigkeit überprüfen. Um eine gerechtere Erdgas-Preisentwicklung zu erreichen, wird aktuell über Strategien der Entkopplung des Gas- vom Ölpreises nachgedacht.
Wie wird sich der Gaspreis entwickeln?
Bei der Frage nach der Gaspreisentwicklung gibt es verschiedene Hypothesen. So gibt es beispielsweise Horrormeldungen über einen Preisanstieg von bis zu 40 Prozent ab Herbst diesen Jahres.
Auf der anderen Seite meinen Experten, dass zwar mit einem weiteren Preisanstieg zu rechnen ist, dieser Anstieg im Vergleich zum Strom aber zeitversetzt und deswegen weniger volatil sein wird. So wird zum Teil auch vor einer Panikmache gewanrt und eine 20 prozentige Teurungsmarke als absolute Obergrenze genannt.